Mehr kluge Köpfe in die Politik!
Berlin, 04.05.2008 - Deutschlands bekanntester Parteienkritiker rechnet ab. In seinem neuen Buch „Die Deutschlandakte" deckt Prof. Hans Herbert von Arnim (68) schonungslos auf, wie sich in der Politik Mittelmaß und Selbstbedienungsmentalität ausweiten. Er fordert: „Wir brauchen mehr Chancen für charismatische Seiteneinsteiger."
Sinkende Wahlbeteiligung, wachsende Politikverdrossenheit - für den Verfassungsrechtler ist klar, warum die Bürger immer unzufriedener mit der Politik sind.
Von Arnim zum EXPRESS: „Wir leben in einer Scheindemokratie. Das Volk hat fast nichts zu sagen. Die Parteien haben die Macht im Staat an sich gerissen. Sie entscheiden, wer bei Wahlen in sicheren Wahlkreisen oder auf sicheren Listenplätzen aufgestellt wird und damit automatisch ins Parlament kommt. Sie legen auch fest, wer für hohe Ämter in Frage kommt. Statt Sachverstand und Charisma regieren in der Politik daher häufig Mittelmaß und Eigennutz."
Deshalb fordert er: „Wir brauchen nicht blasse Parteisoldaten, sondern mehr kluge Köpfe in der Politik. Wenn die Bürger Bundespräsidenten und Ministerpräsidenten direkt wählen dürften, hätten engagierte Seiteneinsteiger und Querdenker endlich eine Chance.
In den USA sorgt z.B. ein Arnold Schwarzenegger für Furore. Was spräche dagegen, wenn in Deutschland charismatische Persönlichkeiten wie Iris Berben, Maria Furtwängler, Jürgen Klinsmann, Wendelin Wiedeking oder Frank Plasberg die Politik bereichern würden?"


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