Industrie plant Jobabbau
27.11.2008 - Das Ifo-Beschäftigungsbarometer für die Industrie, welches das Münchner Institut exklusiv für die FTD berechnet, sank im November von 99,2 auf 96,5 Punkte. "Die Unternehmen beabsichtigen, die Mitarbeiterzahl in den nächsten Monaten etwas zu reduzieren", sagte Ifo-Experte Klaus Abberger.
Das Ifo wertet monatlich die Beschäftigungspläne von rund 7000 Firmen aus. Dabei werden die Unternehmen nach ihren geplanten Einstellungen für die nächsten drei Monate gefragt und können mit "zunehmen", "gleich bleiben" oder "abnehmen" antworten. Aus der Differenz der Prozentanteile von "zunehmen" und "abnehmen" wird ein Saldo errechnet und auf den Index übertragen. Dessen Wert von 100 Prozent orientiert sich am Durchschnitt des Jahres 2000.
Auch der bereits am Mittwoch von der Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlichte Stellenindex BA-X signalisierte eine Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften in den Betrieben sei zwar noch auf hohem Niveau, doch der Index sei gegenüber Oktober um zwei auf 163 Punkte gesunken. Im November waren die Arbeitslosenzahlen erneut leicht zurückgegangen: Saisonbereinigt sank die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 10.000 auf 3,15 Millionen. Führende Volkswirte hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. "Die Signale für eine Verschlechterung kommen bei uns an", sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. So gebe es viele Unternehmensanfragen zum Kurzarbeitergeld. Zahlreiche Firmen hätten angekündigt, dass sie Mitarbeiter entlassen müssten.
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